Länger gleich Besser: Ist der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung wirklich so banal?

Arbeitsplatzanalyse & -optimierung

Länger gleich Besser: Ist der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung wirklich so banal?

2. Oktober 2018 Allgemein 0
Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung

Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung

Auf den ersten Blick erscheint es logisch, dass ein Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung besteht. Denn durch eine höhere Wochenarbeitszeit können mehr Aufgaben erledigt werden, welche zur Leistungssteigerung eines Unternehmens beitragen. Doch eine zu hohe wöchentliche Arbeitszeit geht mit vermehrten psychischen Beanspruchungen einher.

So berichtet fast jeder Dritte Beschäftigte, welcher mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet einem ständigen Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt zu sein. Je mehr Wochenarbeitsstunden Beschäftigte haben, desto häufiger berichten sie Ihre Grenze der Leistungsfähigkeit zu erreichen (vgl. S. 114, BAuA-Stressreport)

Eine zu hohe Wochenarbeitszeit könnte somit zu Leistungseinschränkungen und Produktivitätsverlust einhergehen. Doch ist der Umkehrschluss zulässig, dass eine Verringerung hoher Arbeitszeiten zu höherer Produktivität des Unternehmens beitragen kann?

Ein eindrückliches Praxisbeispiel zeigt, dass eine verkürzte Arbeitszeit nicht automatisch mit Produktivitätsverlust einhergehen muss. The Guardian berichtete über die neuseeländische Firma „Perpetual Guardian“, welche ein Experiment gewagt und eine 4-Tage-Woche eingeführt hat. Es zeigte sich, dass die Belegschaft produktiver war und sogar niedrigere Stress-Levels sowie eine höhere Job-Zufriedenheit hatte. Die Änderung auf 4-Tage beeinflusste des Weiteren das Work-Life-Balance der Belegschaft positiv.

Wie eine Psychische Gefährdungsbeurteilung mit OurSurvy funktioniert lesen Sie hier.